12.01.2018

DAX: Vorläufige Einigung von CDU und SPD stabilisieren

  • Die europäischen Aktienmärkte haben den Handelstag nach neuen Höchstständen an der Wall Street etwas höher begonnen
  • Merkel und SPD verhandeln über eine Koalitionsregierung
  • Volkswagen (VOW.DE) führt die Zugewinne nach Aufstufung durch Macquarie an


XTB: Die europäischen Aktienmärkte erlebten am Donnerstag eine ziemlich schwache Performance, teilweise aufgrund eines starken Anstieg des Euro. Die Einheitswährung gewann deutlich an Fahrt, als das EZB-Sitzungsprotokoll zeigte, dass der EZB-Rat seinen zukünftigen Leitfaden zu Beginn des neuen Jahres anpassen könnte.

Daher ist vermutlich bereits in der Januar-Erklärung mit einer hawkischeren Haltung zu rechnen. Aufgrund der Schwankungen im Euro könnte der DAX® anfällig für hektische Bewegungen sein. Zu beachten ist, dass der Euro zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Berichts den höchsten Stand seit Dezember 2014 erreicht hat.

Kurzfristig könnte dies eine Belastung für die europäischen Indizes darstellen, langfristig ist es jedoch unwahrscheinlich, dass dies einen schädlichen Einfluss auf die Inflation haben wird.


Der DE30 scheint kurz vor einem stärkeren zu stehen. Quelle: xStation 5

Die charttechnische Perspektive scheint darauf hinzudeuten, dass wir uns kurz vor einem möglichen Ausbruch des wichtigen Unterstützungsbereichs bei 13.200 Puntken befinden. Ein schneller Rückgang unterhalb dieser Zone könnte Anreize für weitere Verkäufe schaffen. In diesem Fall sollten stärkere Korrekturbewegungen in Richtung 12.820 Punkte nicht ausgeschlossen werden.

Beachten Sie jedoch, dass die Bullen am Donnerstag in der Lage waren den Preis oberhalb dieser Unterstützungszone am Ende zu halten, was darauf hindeutet, dass der Kurs doch nicht so schnell unter Druck gerät. Der DE30 wird vor allem von zwei gegensätzlichen Faktoren beeinflusst: Der erste ist die Aufwertung der europäischen Einheitswährung, die den deutschen Leitindex kurzfristig belasten könnte, da die stärkere Währung die Margen der Exporteure (zumindest in der Theorie) mindern könnte.

GroKo könnte Euro auftrieb geben Auf der anderen Seite gibt es Meldungen, dass die CDU und die SPD eine vorläufige Übereinkunft getroffen haben, um über eine Koalitionsregierung zu verhandeln (dies hätte dazu beitragen können, den Euro zu stärken). Die Vereinbarung soll heute in Berlin bekannt gegeben werden.


Beim DE30 gab es nach einem Anstieg des Euro wieder Gegenbewegung, da Merkel und die SPD eine vorläufige Einigung erzielen könnten. Quelle: Bloomberg

Während der Handel am Freitag für die wichtigsten europäischen Indizes recht gut ablief, gab es relativ schnell wieder Kursrückgänge, da der CDU/CSU-Vorvertrag veröffentlicht wurde. Während der DE30 nur einen leichten Gewinn von 0,1% erzielt, wird der französische CAC40 (FRA40) nahezu unverändert gehandelt, der EuroStoxx50 (EU50) steigt um 0,15%, der FTSE100 (UK100) um 0,1%. Beachten Sie, dass bereits wiederholt der italienische FTSE MIB (ITA40) der stärkste europäische Index ist.

In Asien hatten wir einen ziemlich erfolgreichen Handelstag, da der Hang Seng 1,4% zulegte, nachdem die Wall Street gestern neue Allzeithochs ausgebildet hatte. Ansonsten waren die Ergebnisse nicht allzu spektakulär, da der Shanghai Composite (CHNComp) 0,1% an Wert gewann, der australische S & P/ASX200 bescheidene 0,04% zulegte, während der NIKKEI (JAP225) 0,25% verlor.

Unternehmensnachrichten

Die Volkswagen-Aktie (VOW.DE) gehört am Freitagmorgen im DE30-Vergleich zu den Top-Performern. Grund hierfür war eine Aufstufung durch Macquaries. Analysten behaupteten, dass das Unternehmen auf dem richtigen Weg sei, um strukturelle Verbesserungen und eine höhere Ausgabendisziplin zu erreichen. Daher beschlossen sie, ihre Empfehlung von "Neutral” auf "Outperform” aufzustufen. Das neue Kursziel wurde von 155 EUR auf 210 EUR erhöht.



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