Social Trading

Der Hype um Social Trading ist in den vergangenen Jahren immer größer geworden. Bereits 2014 wurden allein über das Social-Trading-Netzwerk eToro mehr als 120 Millionen Trades abgewickelt.

Entstanden ist diese vermeintlich innovative Methode der Geldanlage dabei schon im Jahr 2007. Es handelt sich hierbei vereinfacht gesagt um eine Zusammenführung vom klassischen Börsenhandel und sozialen Netzwerken. Anleger tauschen Informationen und Strategien aus, veröffentlichen ihre Portfolios und geben so einen Einblick in ihren Erfolg oder Misserfolg.

Gerade für unerfahrene Anleger scheint die Vorstellung verlockend zu sein, vom Expertenwissen anderer profitieren zu können. Das Interesse ist längst so groß, dass es eine Vielzahl von Anbietern gibt. Zu den Branchengrößen zählen vor allem eToro, Ayondo, RoboForex, ZuluTrade und Wikifolio.

Aber wie funktioniert das Social Trading, welche Vorteile warten auf die Anleger und wie lässt sich diese Geldanlagemethode vom Copy Trading oder Mirror Trading abgrenzen?

Was ist charakteristisch für Social Trading?

Schon heute nutzen mehrere Millionen Anleger weltweit Social Trading. Die dadurch entstehenden Trading-Communities sind nicht nur für finanzaffine Anfänger hilfreich. Auch der alteingesessene Profi-Anleger kann sich hier Inspirationen holen.

Wissen und Erfahrung von etlichen Anlegern werden durch Social Trading gebündelt, kollektive Intelligenz lautet das Ziel. Fundamental hierfür ist eine möglichst große Transparenz. Das bedeutet, dass alle Teilnehmer ihre Anlagestrategien veröffentlichen und so anderen Anlegern die Möglichkeit geben, diese zu duplizieren.

Dabei können wichtige Entscheidungen in News Feeds verfolgt und die Wertentwicklung des Portfolios insgesamt bis ins Detail verfolgt werden. Der Follower kann so auf den Zug des größten Erfolgs aufspringen - soweit die Theorie.

Vergessen sollte man dabei nicht, dass grundsätzlich jeder beim Social Trading mitmachen kann. Kein Anbieter erwartet etwa den Nachweis besonderer Qualifikationen, allerdings können sich die Signalgeber bzw. Top-Trader in der Regel ein Renomee auf Basis der Performance ihrer bisherigen Trades aufbauen.

In Fachkreisen belächelt man das Social Investing deshalb damit, dass man den Vergleich zur Spielbank zieht oder behauptet, hinter den Signalgebern stecken Hausfrauen oder Studenten. Risikolos erscheint das Social Trading objektiv gesehen deshalb nicht zu sein.

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