Forex Broker Vergleich

Jeder Devisenhändler, ob kurzfristiges Daytrading oder langfristige Absicherung gegen Währungsschwankungen, hat besondere Anforderungen und spezielle Wünsche an seinen, bestens auf ihn zugeschnittenen Devisenbroker. Diese Anforderungen können besonders beim Devisenhandel sehr vielschichtig sein. Die wirklich beste Chance den richtigen Broker zu finden haben Sie mit den Testmöglichkeiten (Demokonto oder Demodepot) fast aller gängigen FX-Broker, die ein Demo-Konto anbieten. Auf diese Weise können Sie den Forexbroker und seine FX-Handelsplattform testen und sehen, ob Ihnen das System liegt.

Um Ihnen die Suche nach einem guten Forex Broker zu erleichtern, geben wir Ihnen in diesem Bereich ein paar Anforderungen und Tipps mit auf den Weg.

Forex Broker Checkliste

1) Demokonten:
Demokonten ermöglichen dem interessierten Trader den Test eines Brokers. Ohne dem Marktrisiko ausgesetzt zu sein, kann der Trader in der Regel mit Echtzeitkursen auf der jeweiligen Plattform mit dem Übungskonto den Handel testen und nahezu spielerisch erlernen.
Demokonten bei den meisten Brokern laufen 14 bis 30 Tage und sind mit einem fiktiven Startkapital zwischen 50.000 und 100.000 Dollar oder Euro ausgestattet. Der Handel wird auf diese Weise wie unter echten Marktbedingungen simuliert.

2) Depotgröße:
Tradinginteressierte, die bei einem Forex Broker ein Handelskonto eröffnen möchten, sollten sich nicht nur auf das Kriterium der Depotgröße konzentrieren. Generell ist die Depotgröße eine Angabe, ab welchem Betrag (Anfangskapital) Trader einen Account öffnen können. Auch ist es anzuraten eher Standardkonten zu eröffnen, anstatt Mini-Konten zu eröffnen (Testen Sie diese Unterschiede einmal in Demo-Konten).

Bitte beachten Sie dabei: Es ist nicht ratsam auf extrem niedriger Kapitaldecke zu operieren, da Sie sehr schnell aus einer bestehenden Position geworfen werden können. Generell ist es besser mit höherer Kapitaldecke und darauf ausgerichteten, vernünftigem Hebelverhältnis zu operieren. Dies schützt Sie vor einem zu schnellen, ungewollten Zwangsausstieg!

3) Spreads:
Ihr Broker sollte in den gängisten Währungspaaren geringe Spreads anbieten können. Im Durchschnitt sollten demnach bei den Hauptwährungspaaren 3-5 pips Spread nicht überschritten werden. Viele große Forex-Broker bieten je nach Kontogröße Spreads in den Majors zwischen 3-5 pips problemlos an. Nach einigen Handelserfahrungen sollten Sie auch für sich prüfen, ob Sie mit dem Modell von fixen Spreads besser fahren als mit den durch die Schwankungsbreite des Marktes wechselnden Spreads (vor allem um brisante volkswirtschaftliche Daten herum).

4) Garantierte Stopp-Loss-Order:
Bei einer garantierten Stopp-Loss-Order wird durch den Handelspartner garantiert, dass eine Position zum gewünschten Kurs auch tatsächlich glattgestellt wird – unabhängig vom tatsächlichen Marktverlauf. Bei einigen Brokern sind garantierte Stopp-Loss-Orders kostenpflichtig.

5) Airbag-Funktion:
Eine sogenannte Airbag-Funktion sollte definitiv beachtet werden! Sie garantiert Ihnen, dass Sie im Falle des gegen Sie laufenden Marktes auch tatsächlich nur Ihre Einlagen verlieren und nicht noch einer "Nachschusspflicht" unterliegen.

6) Tools und Charttechnik:
Ihr Broker sollte über die gängigste Charttechnik verfügen. Der Handel mit Devisen ist geprägt von Charttechnik, technischer Analyse, Indikatoren und anderen Instrumentarien, wie kein zweiter Markt. Idealerweise wird von manchen Brokern auch Handel aus dem Chart angeboten. Dies ist für diejenigen zusätzlich praktisch, die nicht gerade über einen 22"- oder 24"- Monitor verfügen oder gar mehrere Monitore in Reihe geschaltet hat, wie ein professioneller Trader.

7) MM - Market-Maker:
Ein MarketMaker stellt dem Kunden eine Plattform für den Devisenhandel zur Verfügung. Ein MarketMaker ist ein Broker, der An- und Verkaufspreise stellt. Banken oder Broker sind Beispiele von MarketMakern. Sie kaufen und verkaufen Finanzmittel (z.B. Derivate/CFDs) oder stellen im Fall eines Forex-MarketMakers ständig Bid und Ask für ihre zum Handel angebotenen Währungspaare. Die Kunden zahlen meist keine Provision für ihre Dienste, sondern nur den jeweiligen Spread. Dabei bezieht der MarketMaker meist als Counterpart Stellung und nimmt die andere Seite gegenüber des Kunden ein. Wie der Name schon sagt (making a market), so bereitet er seinen Kunden einen Markt. Ein Beispiel soll dies verdeutlichen: Kunde A des MarketMakers kauft EUR/USD zu 1,4850 und Kunde B verkauft EUR/USD zu 1,4850. Der MarketMaker macht nun nichts anderes, als diese beiden Aufträge gegeneinander auszuführen. Die Kundenorders werden folglich intern abgewickelt. Bedenken? Der Markt selbst ist so groß (3-4 Billionen US-Dollar pro Tag rund um die Welt) dass ein einziger Market-Maker den Markt niemals beeinflussen kann.

8) STP - Straight Through Processing:
STP-Forex-Broker senden die Kundenaufträge direkt in den Markt zu den jeweiligen Liquidität schaffenden Teilnehmern im Interbankenmarkt. Je mehr Teilnehmer und Liquidität im FX-Markt, desto besser und vorteilhafter werden die Orders der Kunden ausgeführt. Sie handeln "straight through" - eben ohne den "Dealer" (den Market Maker)!

9) ECN - Electronic Communications Network:
Das ECN Trading Konto ist vor allem für erfahrene Trader geeignet, die einen Forex-Broker mit Kundendienstorientierung suchen. Über ein ECN-Konto erhalten Sie direkten Zugriff auf mehr als 40 Streaming-Währungspaare und Edelmetalle. Meist handeln Sie über bekannte Handelsplattformen wie "MetaTrader 4" oder andere ECN-Plattformen.
Mit einem ECN-Broker handeln Sie direkt mit den im Interbankenmarkt teilnehmenden Instituten und weiteren Handelspartnern, was zu einer bestmöglichen Preisstellung führt. ECN-Broker sind reine Forex-Broker und kein Market Maker. Zwischen einem Market Maker (Dealing Desk) und einem Broker (ECN) besteht nämlich ein großer Unterschied! Der ECN-Broker ist ein "No-Conflict Broker" (er leitet die Position in die jeweiligen Märkte nur weiter), der Market Maker mit Dealing Desk nimmt häufig Positionen gegen den Kunden ein.
ECN-Broker eignen sich hervorragend für das Scalping.

10) Weitere Basiswerte für den Handel:
Einige Forex-Broker ermöglichen neben dem reinen Devisenhandelsgeschäft auch den Handel in den wichtigsten Rohstoffen, wie Gold, Silber, Rohöl (Crude) und den weltweit bekanntesten Indizes. Dies soll kein absolutes Auswahlkriterium sein, jedoch sind dies absolute Pluspunkte für jeden Trader. Obendrein könnten z.B. Korrelationseffekte in den jeweiligen Märkten direkt mitgehandelt werden.

11) Konto/Gebühren/Sicherheit der Einlagen:
Kontoführungsgebühren, verschiedene Überweisungsbedingungen und die Sicherheit der Einlagen haben oberste Priorität. Preise bzw. Unkosten für z.B. Überweisungen auf das Handelskonto und wiederum Abbuchungen können sich bei zu hohen Gebührensätzen summieren und belasten die persönliche Performance unnötig. Auch weitere etwaige zusätzliche Gebühren, die der Forex-Broker erhebt, sind nicht unerheblich. Prüfen Sie das komplette Preis- und Leistungsverzeichnis des für Sie in Frage kommenden Brokers. Erkundigen Sie sich nach der kontoführenden Bank, den zuständigen Aufsichtsbehörden und der dem jeweiligen Land zugeordneten Einlagensicherung.

Fragen zum Forex Trading

Hinweis: Der Handel mit Devisen ist hochspekulativ!

Es handelt sich um die Königsdisziplin des Trading und Sie treten in diesem Marktumfeld nicht gegen Laien an! Selbst professionelle Trader haben intraday genügend Verlusttrades, da auch sie nicht perfekt sind. Bewegen Sie sich im Devisenmarkt mit dem nötigen Respekt und einer gesunden Vorsicht und überschätzen Sie sich nie!

 

Wir können es nicht oft genug sagen:
Üben Sie mit Demokonten und sammeln Sie dadurch erst Erfahrungen mit verschiedenen Forex Brokern. Probieren Sie diese ausführlich bevor Sie real handeln und wenn Sie richtig handeln, dann starten Sie vorerst mit einem geringeren Hebelverhältnis! Wir wünschen Ihnen viel Erfolg beim Forex Trading!

Bei der Wahl eines Forex Brokers empfehlen wir Ihnen den Forex Broker Vergleich von Broker-Test.de!

Oder Sie schauen sich den Vergleich der Forex Handelsplattformen an.

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