Palladium
Wenn es auf Edelmetalle im Futures-Handel zu sprechen kommt, dann verbindet man damit sofort Gold und Silber. Einigen fällt sicherlich nach kurzem Bedenken auch Platin ein, das sich zu dieser Gruppe rechnet. Geht es aber um Palladium, so ist Vielen unbekannt, dass es sich auch bei diesem Element um ein Edelmetall handelt. Dieses wird genauso an der Futures-Börse gehandelt. Es ist einfach nicht so sehr bekannt und führt ein Nischendasein im Schatten seiner berühmten Verwandten.
Palladium: Sehr seltenes Metall
Erst einmal gibt es auf unserem Planeten kaum Palladium. Es wurde auch erst im Jahre 1804 überhaupt entdeckt und aufgrund der Kuriosität des Fundes nach dem kurz zuvor erschienenen Kometen Pallas benannt - als käme es nicht von dieser Welt. Heute stammt der Großteil der Förderung mit über 50 Prozent aus Russland, wo es aus Nickel- und Kupfererzen gewonnen wird. Zusätzlich wird es jedoch auch aus den Abgaskatalysatoren von Altwagen recycelt.
Palladium-Verwendung in der Industrie
Es ähnelt in seinem Verhalten sehr dem Platin und so wird es im industriellen Bereich entsprechend ähnlich angewendet - in der Hauptsache für KFZ-Katalysatoren. Daneben kommt es aber beispielsweise auch als Zahnersatz oder in der Schmuckindustrie zum Einsatz. Wichtigster Anwendungsbereich hierbei ist die Weißgoldgewinnung, denn Palladium "wäscht" Gold weiß.
Palladiummünzen
Selten wurden auch, wie für Edelmetalle üblich, Münzen geprägt und so der Wert des Edelmetalls zur Geltung gebracht. Es gibt tatsächlich Münzen, die aus Palladium hergestellt werden. Diese Münzen nehmen im gesamten Münzmarkt und Münzangebot nur einen verschwindend geringen Anteil ein. Die Auflagen belaufen sich in der Regel, wenn sie nicht als Anlagemünzen dienen, bei unter 10.000 Exemplare pro Münztyp.
Palladiumpreis
Heute stammt der Großteil der Förderung mit über 50 Prozent aus Russland, wo es aus Nickel- und Kupfererzen gewonnen wird. Zusätzlich wird es jedoch auch aus den Abgaskatalysatoren von Altwagen recycelt. Im Jahre 2001 erlangte der Palladium-Preis mit ca. 1.100 US-Dollar je Feinunze ein historisches Hoch.
Dies wurde vor allem durch die nachhaltige Spekulation auf eine neue Art von Katalysatoren angeheizt. Dieser Nachfragetreiber blieb jedoch aus. Zusätzlich warf die russische Regierung jährlich einige Millionen Feinunzen Palladium auf den Markt, um die zu Sowietzeiten aufgebauten Staatsreserven abzubauen. Dies drückte den Preis wieder nach unten.
Fazit: Auch wenn Palladium weniger bekannt ist, gehört es dennoch zur Gruppe der Edelmetalle und weist ähnliche Eigenschaften auf. Hierzu zählen der intrinsische Wert und die dadurch enthaltene Kaufkraft, unabhängig von Papierwährungen. Im Zuge der allgemeinen Hausse an den Edelmetallmärkten gewann auch Palladium an Wert. Es ist genauso möglich wie bei anderen Edelmetallen, Palladium zu handeln und zu erwerben.