27.07.2010

Interview mit Ingo Hillen zu geplanten Neuerungen im Trading bei sino

Interview mit Ingo Hillen zu geplanten Neuerungen im Trading bei sino

David Ernsting, Herausgeber von Broker-Test.de, sprach mit Ingo Hillen, Vorstand beim Daytrade Broker sino, über das im dritten Quartal gesteigerte Ergebnis sowie die zukünftige Entwicklung des Brokerage Geschäftes und geplante Neuerungen im Trading Bereich.

Herr Hillen, Glückwunsch zur Gewinnsteigerung. Wie zufrieden sind Sie mit dem Ergebnis?

Ingo Hillen: "Danke. Mit dem operativen Ergebnis von rund 420.000 Euro können wir leben, es ist allerdings kein Grund zu feiern. Wichtig ist zu wissen, dass wir uns in einem schwierigen Marktumfeld bewegen, das zeigt z.B. auch die zeitgleich zu unseren Quartalszahlen veröffentlichte zurückgenommene Gewinnprognose eines anderen Online-Brokers."

Während die Zahl der abgewickelten Trades im Vorjahr um knapp 40 Prozent gestiegen ist, konnten die Nettoerlöse mit dieser Entwicklung nicht Schritt halten. Wie erklären Sie sich das? Ist der Markt härter geworden?

Ingo Hillen: "Der Markt war schon immer hart (lacht). Die Zunahme unserer Tradezahlen beruht ganz wesentlich auf einer deutlichen Steigerung der Futures-Orders, diese weisen allerdings - im Vergleich zu Wertpapierorders - eine deutlich niedrigere Marge auf. Deshalb sinkt der Erlös pro Trade."

Inwiefern kommt die EDW, also die Entschädigungseinrichtung der Wertpapierhandelsunternehmen, erschwerend hinzu, die immerhin 140.000 Euro beansprucht hat? Ist es nicht ein wenig ärgerlich, dass hierfür so hohe Kosten anfallen - oder haben Sie dafür vollstes Verständnis?

Ingo Hillen: "Die hohen Kosten für den EDW sind sehr ärgerlich und ich habe dafür überhaupt kein Verständnis. Die sino AG ist Anlage-Abschlussvermittler, wir betreiben weder Anlageberatung noch Portfolioverwaltung. Unsere Kunden haben ein Konto und Depot auf ihren Namen bei HSBC Trinkaus, einer Bank die etwa 700 Millionen Euro Eigenkapital hat und dem Einlagensicherungsfonds der deutschen Banken angehört. Unsere Kunden brauchen die EDW Mitgliedschaft der sino AG nicht und unsere Aktionäre wollen sie nicht."

Sie verfügen mit lediglich 619 Daytrade-Kunden über eine scheinbar sehr "elitäre" Kundschaft. Was schätzen diese Heavy Trader an Ihrem Angebot?

Ingo Hillen: "Die sino AG ist seit ihrer Gründung vor 12 Jahren spezialisiert auf Heavy Trader. In allen Broker Vergleichen erzielte die sino Bestnoten. Zuletzt haben wir zum dritten Mal in Folge bei der Wahl zum "Online-Broker des Jahres" das beste Gesamtresultat erzielt und in fünf von sechs Kategorien die beste Einzelnote erhalten - auch wenn wir aufgrund der geringen Kundenzahl leider nicht ins offizielle Ranking kamen. Wir sind davon überzeugt: Die sino AG ist der Daytrade Broker für Heavy Trader in Deutschland und ich lade jeden Leser herzlich ein, uns zu testen!"

Wie sieht Ihre Vision für die Zukunft aus? Wird es Neuerungen geben und gar weitere Gewinnsteigerungen?

Ingo Hillen: "Unser Ziel für die Zukunft ist es, dass die sino AG der Anbieter für Heavy Trader bleibt - nicht nur in Deutschland. Wir werden in den nächsten Wochen die Version 3.4. unserer Handelsplattform sino MX-PRO mit zahlreichen kleineren und größeren Verbesserungen veröffentlichen.
Außerdem werden wir bereits im September unseren Kunden eine automatisierte Wertpapierleihe anbieten und sie damit in die Lage versetzen, auch mit der neuen Gesetzgebung eine sehr große Anzahl von Aktien über mehrere Tage hinaus »short« bleiben zu können.
Eine ganz wesentliche Komponente für die Entwicklung unserer Gewinne sind und bleiben die Börsenumsätze - ich bin nicht pessimistisch für die sino AG und unsere Aktie."

Vielen Dank für das Gespräch!


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