11.11.2016

Interview mit Gregor Kuhn, IG, über die Übernahme von DailyFX

Broker-Test sprach ausführlich mit Gregor Kuhn, Head of PR & Research von IG Germany/Austria, über die Übernahme der Research Plattform DailyFX und die Themen, die für Trader in Zukunft im Fokus der täglichen Marktkommentare stehen. Gregor Kuhn erläutert zudem, in welche Richtung das Portal DailyFX ausgebaut wird und wie seine persönliche Einschätzung zu DAX, Euro und Gold nach der US-Wahl ausfällt.

 

Gregor Kuhn, IG
Gregor Kuhn

IG hat vor kurzem die Plattform DailyFX von FXCM übernommen - wie kam es zu dem Deal?

Die Märkte werden immer schnelllebiger, geprägt von einer Vielzahl politischer, fundamentaler und Sentiment-getriebener Faktoren. Gleichzeitig wächst das Interesse der Privatanleger am aktiven Handel an den Finanzmärkten stetig. Unsere Kunden und Handelspartner vor diesem Hintergrund über das wesentliche Marktgeschehen und die zugrundeliegenden Kurstreiber zeitnah zu informieren, sowie über die grundlegenden Marktmechanismen der einzelnen Anlageklassen nebst adäquater Finanzprodukte aufzuklären, dient uns als Broker sowie der Weiterbildung unserer Handelspartner: eine klassische Win-Win-Situation. Die Research-Plattform DailyFX ergänzt in diesem Kontext hervorragend unser bereits bestehendes Education- und Analyse-Angebot.

Soll die Plattform DailyFX eigenständig bleiben oder in den Internetauftritt von IG integriert werden?

DailyFX wird ein eigenständiges und unabhängiges Research-Portal bleiben. Anleger und Trader werden sowohl dort als auch bei IG Marktanalysen und Weiterbildungsformate in gewohnter Qualität in Anspruch nehmen können.

DailyFX bietet tägliche Marktkommentare - welche Themen stehen im Fokus?

Schwerpunkt wird weiterhin der Devisensektor sein. Jedoch werden auch alle anderen Anlageklassen nicht zu kurz kommen. Neben Forex wird auch die Entwicklung an den internationalen Aktien-, Anleihe- und Rohstoffmärkten im Blickpunkt stehen. Dabei werden seitens DailyFX nicht nur deutsche Analysten, sondern auch internationale Experten bspw. aus den USA oder England ihre Beiträge tagesaktuell publizieren. Diese breit gestreute Expertise und Erfahrung wird sich natürlich auch auf der deutschen DailyFX-Seite wiederfinden.

Auch zum Thema Weiterbildung bietet DailyFX einiges an - worum geht es genau?

Beispielsweise finden sich diverse Leitfäden zum Download, die Anlegern die Grundlagen und speziellen Charakteristika der unterschiedlichen Anlageklassen näher bringen. Selbiges gilt für die täglich offerierten Webinare. Zudem werden charttechnische Analysemethoden und Handelstechniken in den Fokus rücken. In diesem Kontext wird das Angebot an Weiterbildungsmöglichkeiten sukzessive ausgebaut.

In welche Richtung will IG Markets DailyFX ausbauen?

Wir werden die Ausrichtung in puncto Research und Education weiter forcieren. Dazu gehören: mehr Webinare, mehr Analysen, mehr Live Streaming Formate, Video- und TV-Analysen. Die Kommunikationskanäle und Medienformate sind im Zuge der digitalen Revolution sehr vielfältig geworden. DailyFX wird sich in diesem Kontext breit aufstellen, um mit seinen Analysen und Schulungen noch schneller, aktueller und näher am Kunden zu sein.

Sind Sie mit IG auf der World of Trading 2016?

Definitiv. Die World of Trading ist der wichtigste Event der Trading Community. Und wie in den vergangenen Jahren werden Besucher an unserem Messestand wieder ein abwechslungsreiches Vortragsprogramm renommierter Berufshändler und Marktanalysten vorfinden. Kunden und Interessenten haben zudem die Möglichkeit sich mit unseren Mitarbeitern und Experten vor Ort auszutauschen - sei es zur Funktionalität der diversen Research- und Handelsplattformen, zum allgemeinen Marktgeschehen oder um einfach nur Lob oder Kritik zu teilen.

Der Wahlsieg von Donald Trump hat die Märkte ziemlich durcheinandergewirbelt! Daher eine abschließende Frage zu den Märkten: wo sehen Sie Dax, Euro und Gold am Jahresende?

Der deutsche Leitindex könnte im Zuge einer potentiellen Jahresendrally wieder in Kursregionen oberhalb von 11.000 Punkten vorrücken. Die Wahl Trumps zum neuen US-Präsidenten haben die Aktienmärkte nach einer ersten Schockreaktion gut verdaut. Eine zum Jahresende mögliche Zinserhöhung seitens der US-Notenbank dürfte ebenfalls weitestgehend eingepreist sein. Der Euro dürfte dagegen schwächer tendieren. Hier gilt es, neben dem Fed-Event, vor allem das italienische Verfassungsreferendum Anfang Dezember abzuwarten. Dieses wird sich nicht nur nachhaltig auf die Europäische Einheitswährung auswirken, sondern auch auf Gold.

 

Letzteres musste im Zuge der jüngsten Stabilisierung an den Aktienmärkten wieder deutlich Federn lassen. Würde Italiens Regierungschef Renzi eine Abstimmungsniederlage mit Neuwahlen verbinden und in der Folge die Euro-Mitgliedschaft Italiens tatsächlich zur Disposition stehen, dürften Stabilität versprechende Anlagehäfen wie Gold wieder verstärkt angesteuert werden. Dies ist allerdings ein Thema, das eher im Frühjahr 2017 zum Tragen kommt.



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