12.04.2017

comdirect Brokerage Index: Anleger investieren nur dosiert – Verkäufe dominieren

comdirect: comdirect Brokerage Index: Anleger investieren nur dosiert – Verkäufe dominieren

  • Anleger stoßen hauptsächlich Langzeit-Investments ab
  • Indexstand Februar: 96,7 Punkte


Die Privatanleger haben die steigenden Märkte dazu genutzt, weiter Gewinne mitzunehmen. Das zeigt der aktuelle comdirect Brokerage Index. Dieser lag im März bei 96,7 Punkten und damit 1,7 Punkte unter dem Vormonatswert (Februar: 98,4 Punkte). „Während sich Käufe und Verkäufe im vergangenen Monat fast die Waage hielten, können wir nun einen stärkeren Verkaufsüberhang beobachten“, sagt Stefan Wolf, Produktmanager Trading bei comdirect. „Die Märkte laufen gut und davon wollen viele unserer Anleger anscheinend profitieren.“
 



Bei Aktien blieb das Anlegerverhalten im Vergleich zum Februar nahezu unverändert. Mit 94,6 Punkten lag der Brokerage Index für Aktien im März weiterhin im Verkaufsbereich und nur 0,1 Punkte über dem Wert des Vormonats. Der beliebteste Wert im März waren Titel der Beteiligungsgesellschaft Aurelius. Nach einer Short-Attacke des Investors Gotham City war der Kurs der Aurelius-Aktie um fast die Hälfte eingebrochen und dadurch ein Ziel für Schnäppchenjäger. Zu den Top-Käufen zählten außerdem Titel von Daimler, der Deutschen Bank und Eon. Ebenfalls begehrt waren im März Snap-Aktien. Der Börsengang der Snapchat-Mutter zählte zu den größten in den USA. „Das IPO wurde im Vorfeld stark gehyped und hat viel Euphorie ausgelöst“, sagt Wolf. „Daraufhin sind auch deutsche Anleger eingestiegen.“ Verkauft wurden Titel der Deutschen Bank, der Commerzbank, Daimler, Lufthansa und Eon. Bei Letzteren hatte die Meldung eines Rekordverlustes in Höhe von rund 16 Milliarden Euro sowie eine Halbierung der Dividende zu einem Abstoßen der Eon-Aktie geführt. 


Auch bei Fonds überwog im März die Verkaufslaune der Anleger. Hier fiel der Brokerage Index um mehr als acht Zähler auf 86,7 Punkte (Februar: 94,9 Punkte). „Der Dax ist auf einem historischen Höchststand. Viele Anleger bezweifeln, dass dieser Trend noch lange anhält und trennen sich lieber von langfristigen Investments“ sagt Stefan Wolf. Vor allem mit klassischen Sparplanfonds, in die jahrelang eingezahlt wurde, werde nun Kasse gemacht. „Das Zutrauen ist kleiner als die Sicherheit des Gewinns, den die Anleger sofort realisieren können.“
 

Der comdirect Brokerage Index im Detail

März 2017

Februar 2017

Index gesamt

96,7

98,4

Aktien

94,6

94,5

Fonds (ohne Sparpläne)

86,7

94,9

Zertifikate

98,5

100,1

Renten

97,5

99,7

Optionsscheine

99,9

102,0


Hintergrund comdirect Brokerage Index
Der comdirect Brokerage Index erscheint monatlich. Die Daten zur Berechnung des Indexes sind repräsentativ für das Verhalten der Privatanleger in Deutschland. Der Index zeigt, ob die handelsaktiven Privatanleger tendenziell eher Wertpapiere kaufen oder ob sie eher verkaufen. Für die Berechnung des Indexwertes werden die Wertpapierkäufe den -verkäufen der rund 1 Million Depotkunden der comdirect bank AG gegenübergestellt und mit dem Durchschnitt des vorangegangenen Jahres verglichen. Beim Gesamtindex werden die Wertpapierklassen Aktien, Fonds, Zertifikate, Renten und Optionsscheine entsprechend ihres Anteils an den Gesamtorderzahlen berücksichtigt. Ein Indexwert für jede einzelne Anlageform wird jeweils gesondert berechnet. Orders institutioneller Kunden und Sparpläne fließen nicht in die Auswertung ein. Für die Berechnung des Indexes ist es unerheblich, ob die Gesamtzahl der Wertpapierorders im Berichtsmonat gestiegen oder gesunken ist. Ein Indexstand über 100 Punkten zeigt an, dass im betrachteten Monat im Vergleich zum Referenzzeitraum Wertpapiere eher gekauft wurden. Ein Stand unter 100 Punkten zeigt im Vergleich zum Referenzzeitraum an, dass Wertpapiere eher verkauft wurden. Weitere Informationen zum comdirect Brokerage Index und zur Methodik finden Sie in einem Factsheet, das wir Ihnen gerne zusenden.





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