Börsenlexikon

Europäisches Währungssystem (EWS)

Das Europäische Wirtschaftssystem regelte die Wechselkurse zwischen den Währungen der Mitgliedstaaten der Europäischen Union. Es sollte für eine hohe Stabilität dieser Kurse sorgen. Die Kurse durften nur in engen Bereichen schwanken und mussten ggf. durch die beteiligten nationalen Notenbanken bedarfsweise gestützt werden. Damit sollte auch die relative Unabhängigkeit von anderen Währungen, zum Beispiel dem US-Dollar, erreicht werden. Leitkursanpassungen waren jedoch möglich, wenn die unterschiedliche Entwicklung in den beteiligten Ländern zu unterschiedlichen Inflationsraten führten. Somit war das EWS ein dynamisches System zur Kursstabilität. Mittlerweile ist es vom sogenannten Wechselkursmechanismus II abgelöst worden, der den Euro zur Leitwährung hat, und die wirtschaftliche Konvergenz besonders der Staaten, die der Europäischen Währungsunion beitreten wollen, fördern und sichern soll.

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