Börsenlexikon

Erzeugerpreisindex

Erklärung Erzeugerpreisindex: Der Erzeugerpreisindex (Producer Price Index, kurz PPI) trifft eine Aussage zur Preisentwicklung von Industrieerzeugnissen im Rahmen der Herstellung bzw. dem Inlandsverkauf an ebenfalls gewerbliche Kunden. Grob gesagt werden also Preisveränderungen aus Verkäuferperspektive gemessen.

Dieser Index ist ein Wirtschaftsfaktor, der global sehr bedeutsam ist. Er reagiert extrem sensibel auf Veränderungen in der nationalen Wirtschaft. Vom Erzeugerpreisindex lässt sich dabei ein sich andeutender Aufschwung bzw. Abschwung ablesen. Auch eine drohende Inflation lässt sich hier gut prognostizieren.

Fällt der Index besser aus als erwartet, so hat diese positive Auswirkungen auf die korrespondierenden Währungen, also zum Beispiel den Euro beim deutschen Erzeugerpreisindex oder den USD beim amerikanischen Producer Price Index.

Fällt der Index schlechter aus als erwartet, so hat dies dementsprechend negative Auswirkungen.

Zur Erhebung der Daten übermitteln tausende Einrichtungen ihre Preise. Der Erzeugerpreisindex wird im Regelfall monatlich publiziert. Die Darstellung des Indexes erfolgt entweder bezogen auf einzelne Branchen oder allgemein.

Eine solche Darstellung könnte in etwa folgendermaßen aussehen:

  • Vorleistungsgüter
  • Investitionsgüter
  • Gebrauchsgüter
  • Verbrauchsgüter
  • Energie.

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