02.02.2012

XTB: Handelsaktivitäten nehmen zu und lassen sich in den aktuellen Preisen ablesen

Am gestrigen Tag wurden mehrere wichtige Indizes zur aktuellen wirtschaftlichen Lage veröffentlicht. Der Einkaufsmanagerindex (ISM/PMI) greift die aktuelle wirtschaftliche Erwartung in Form eines Fragebogens auf und dient deshalb als Frühindikator. Neben der Produktionslage und der Beschäftigungsentwicklung werden unter anderem auch Fragen zu erhaltenen Lieferungen und dem Lagerbestand abgefragt. Der Hauptteil der Fragen bezieht sich hier jedoch zum Großteil auf die Auftragseingänge.
 

Schauen wir uns die Lage in den jeweiligen Ländern genauer an:

US: Der ISM-Index ist schwächer als erwartet gestiegen (54,1 Punkte gegenüber einer Prognose von 54,4 Punkten). Dennoch ist eine langsame Verbesserung in die richtige Richtung deutlich erkennbar.
 

EURO-Zone: Der Index ist von 46,9 Punkten im Dezember auf 48,8 Punkten im Januar geklettert, was jedoch nur 0,1 Punkt über den Prognosen vor einer Woche lag.
 

UK: Der Frühindikator ist von 49,6 auf 52,1 Punkten gestiegen. Dies verringert natürlich die Chance einer Geldlockerung (QE) durch die Bank of England, was jedoch als sehr positiv für Großbritannien zu werten ist. Alle anderen Faktoren haben sich nicht geändert.
 

CHINA: Die Erwartungen der chinesischen Akteure sind ebenfalls von 50,3 auf 50,5 Punkten gestiegen. Damit liegt der Frühindikator auf dem höchsten Niveau seit vergangenem Oktober und signalisiert zugleich eine expansive Stimmung im Land der aufgehenden Sonne, da der Wert weiterhin über der wichtigen Marke von 50 Punkten liegt.
 

SCHWEIZ: Der Index ist von 49,1 (zunächst war von 50,7 die Rede) auf 47,3 Punkte gefallen und liegt damit deutlich unter den Erwartungen von 51,4 Punkten. Dieser Rücksetzer lässt sich allerdings auf den Ausreißer im Dezember zurückführen. Im Dezember stieg der Index von 44,8 auf sagenhafte 50,7 Punkte. In diesem Sinne kann davon ausgegangen werden, dass die Prognose mit 51,4 Punkten ebenfalls als zu hoch angesetzt zu werten ist.

 

Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass es zu keinen größeren Überraschungen gekommen ist, abgesehen von Großbritannien, wo eine deutlichere Verbesserung im Vergleich zu den übrigen Euro-Ländern erwartet wurde.
Offensichtlich kann die Verbesserung in der Eurozone als Wendepunkt bzw. Umkehr im Konjunkturzyklus gewertet werden, welches erstaunlicherweise früher als erwartet eingetreten ist. Dieses spiegelt sich auch in den niedrigeren Renditen und dem festeren Anleihenmarkt wider.
 

In den USA könnte der Frühindikator über der 50 Punkte-Marke gehalten werden. Die Geschichte lehrt uns an dieser Stelle, dass wenn der Stimmungsindikator steigt, die Aktienmärkte mehr oder weniger diesem folgen, weshalb sich die „Rallye“ des Frühindikators auf die Wall Street übertragen könnte. Von einer weiteren Beschleunigung in der US-Wirtschaft in naher Zukunft kann jedoch nicht ausgegangen werden, da die Hürden zu noch mehr Wachstum im Moment zu hoch sind.



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