30.05.2012
XTB: Facebook: Ein Börsendesaster nimmt seinen Lauf!
Facebook wäre wohl besser vergangenen Freitag nicht an die Börse gegangen. Seit dem IPO (Initial Public Offering) hat der Kurs von Facebook über 30 Prozent verloren. Schon Wochen vor dem Börsengang haben sich Spekulanten fast ausschließlich über mögliche Shortgelegenheiten informiert, um sich sofort positionieren zu können.
Nachdem die Stützungskäufe der Konsortialbanken (u.a. Morgan Stanley) abgeklungen waren, nahm der Abstieg seinen Lauf. Zudem berichtet das „Wall Street Journal“ von weiter großen Optionsgeschäften mit Kurs auf 25 USD. Das würde vom Ausgabepreis von 38 USD ein Minus von 35 Prozent binnen weniger Wochen bedeuten. Der Börsengang von Facebook - des weltweit größten Netzwerkes mit über 900 Millionen Mitgliedern - stand von Anfang an unter keinem guten Stern. Börsenlegenden wie Warren Buffet und George Soros haben schon Wochen vor dem Börsendebüt von der Aktie abgeraten!
Weiterhin negativ wirken sich das horrende KGV und KBV schon vorab negativ auf die Anlegerstimmung aus. Facebook hat zudem mehrere Erlösprobleme. Das normale Werbungsgeschäft kommt zunehmend ins stocken, da die Werbungsbanner auf den meisten Smartphones, mit denen vermehrt Nutzer sich im Netzwerk bewegen, nicht funktionieren bzw. weniger Geld generieren. Neu Erlösquellen müssen her! Kann Facebook seine Nutzer mit Diensten zur Kasse bitten? Wie macht man aus vielen kostenlosen Mitgliedern Geld? Mark Zuckerberg hat noch viel Arbeit vor sich!
Mit dem bisher größten Internet-Börsengang beschäftigen sich mittlerweile auch die Gerichte, die Finanzaufsicht und die Politik. Es wird dem Unternehmen vorgeworfen, wichtige Informationen vorenthalten und Probleme verschleiert zu haben! Weiterhin sind die Investoren über die Anhebung des Ausgabepreises und der Aktienanzahl wenig erfreut, da sich hiermit vornehmlich die Eigentümer die Taschen gefüllt haben. Ob Mark Zuckerberg die Facebook Aktie in den nächsten Jahren wenigstens auf Break Even bringen kann wird sich zeigen. Der Ausblick bleibt mittelfristig negativ.
Der Chart zeigt sehr deutlich, dass nach dem durchbrechen von starken Unterstützungen bei 38 USD, 33.67USD, 31USD immer große Abwärtstendenzen folgten. Bricht auch die 28.70USD Unterstützung ist der Weg Richtung 25 USD nicht mehr weit.
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