11.10.2017

Unterschrieben und aufgeschoben - katalanische Unabhängigkeit bleibt vorerst aus

XTB:
  • Kataloniens Ministerpräsident Carles Puigdemont unterschrieb zwar, verschob aber die Unabhängigkeitserklärung
  • Euro steigt nach Rede von Puigdemont, Gewinn wurden bereits mitgenommen
  • Maschinenaufträge in Japan könnten gut für zukünftige Kapitalinvestitionen sein

Auch wenn der katalanische Ministerpräsident Carles Puigdemont sich entschieden hat eine Unabhängigkeitserklärung zu unterzeichnen, entschloss er sich ebenfalls die Ergebnisse eines Referendums um einige Wochen aufzuschieben, sodass es Zeit für Gespräche mit der Regierung in Madrid gibt.

Außerdem wurde gestern ein Dokument unterschreiben, dass zumindest die rechtliche Glaubwürdigkeit unterstreicht. Aufgrund der reduzierten Risiken, hinsichtlich der Unabhängigkeit Kataloniens, konnte der Euro an Wert gewinnen.

Der katalanische Ministerpräsident erklärte dem regionalen Parlament, dass es der Wille der Menschen sei sich von der Regierung in Madrid abzuspalten. Er sagte aber auch, dass er die Spannungen um dieses Thema abbauen wolle.

In seiner Rede drückte er außerdem seine Sorge um die negativen Effekte auf die spanische Wirtschaft aus, da viele Unternehmen sich dazu entschlossen haben ihren Hauptsitz in Katalonien aufzugeben. V

iele nehmen ebenfalls an, dass Puigdemont die Unabhängigkeitserklärung nicht aufgrund von Verhandlungen mit der Regierung in Madrid aufschub, sondern wegen der zahlreichen Proteste in Barcelona am Sonntag und dem Druck von der Europäischen Union. Die Regierung Spaniens hat für Mittwoch (9:00 CET) eine Kabinettssitzung geplant, um über weitere zukünftige Schritte nachzudenken.


Der EUR/USD  steigt weiter nachdem die Risiken aus Spanien sich etwas gelegt haben. Verkäufer könnte aber in der Nähe der Widerstandszone bei 1,1840 lauern. Quelle: xStation5

Auch bei der heutigen Asien-Session gab es keine außergewöhnlichen Bewegungen und auch die Devisenmärkte verhielten sich relativ ruhig.

Einzig nennenswerte Veröffentlichung ist die Kernrate der Maschinenaufträge in Japan. Diese stieg im Jahresvergleich um 4,4%, prognostiziert wurde jedoch nur ein Anstieg von 0,8%. Die überraschenden Zahlen könnte sich daher positiv auf die Kapitalinvestitionen auswirken.

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