20.03.2017

Neues von der EZB: Gibt es Straffungspläne?

XTB: Es gab über das Wochenende hinweg und an diesem Morgen mehrere Kommentare seitens der EZB. Manche standen im Zusammenhang mit dem G-20 Meeting und den US Belangen. Ignazio Viscos Kommentare standen im Zusammenhang mit der eventuellen Zinserhöhungen in der Eurozone.

 

Die beste Überschrift bezüglich der US Amerikanischen politischen Agenda war ein Kommentar, welcher besagte, dass sich die US Regierung ‘immer noch in einer Lernphase, bezüglich der Weltwirtschaft, befindet’. Dazu gab es einige Meinungen nach dem G-20 Gipfel, die besagten, dass der amtierende amerikanische Finanzminister Steve Mnuchin schlecht für die Verhandlungen vorbereitet war. Dennoch endete das Treffen ohne eine offene Kritik der US Pläne für den Welthandel.

 

Die Kommentare von Herrn Visco (Zentralbank Italien), sollten den Marktgerüchten über eine mögliche Erhöhung des Einlagenzinssatzes vor dem Ende von QE einen Riegel vorschieben. Er betonte, dass die politischen Werkzeuge der EZB in einem Bündel erlassen werden und jede Handlung im Bezug auf dieses Paket besprochen wird. Er betonte die Abfolge jeder Straffung die kommen könnte. In jedem Fall würde das Ende von QE an erster Stelle erfolgen. Laut den Richtlinien der EZB werden Zinserhöhungen nicht stattfinden, solange noch nicht das Ende des Anleihenkaufes erfolgt. Seiner Ansicht nach ist sogar dieser erste Schritt noch nicht in absehbarer Zukunft in Sicht. Das QE Volumen soll ab April von 80 auf 60 Mrd./Monat gesenkt werden aber noch mindestens bis Dezember laufen.

 

  • Visco kann nicht sagen, dass die quantitative Erleichterung (QE) zu einem Ende kommen werden
  • Konsistenz zwischen den Werkzeugen ist wichtig
  • Falls die EZB ein Ende des QE signalisiert, wird sie nicht in der Lage sein zu sagen, dass Zinsraten für einen längeren Zeitraum niedrig bleiben werden 
  • EZB könnte die Zeit zwischen den QE Käufen und der ersten Zinserhöhung verkürzen

 

Obwohl der erste Eindruck hawkisch klingt, bekommt man beim Lesen seiner gesamten Erklärung den Eindruck, dass die umgesetzten Änderungen ihn eher in das dovishe Lager stecken. Seine Ansichten ähneln Peter Praet’s. Dieser betonte in der letzten Woche, die Logik welche hinter der strikten Einhaltung der Abfolge bei politischen Änderungen steckt.

 

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Quelle: xStation5

 


 

Ein schwächerer USD könnte wieder einmal dazu führen, dass der EURUSD an die obere Grenze des aufwärts gerichteten Korridors stößt.  Der Euro führt den G-10 Pack nicht an, dadurch hat der Markt immer noch Lust Ihn auf die stärkere Seite zu schieben. Und zwar jedes mal wenn eine Schlagzeile auftaucht, welche andeutet, dass die EZB einer Entscheidung bezüglich der Zinsraten näher rückt. Ein möglicher Faktor hierfür ist die französische Wahl und ihre Auswirkung auf die Währung. Die Deadline für das Ändern der Kandidaten liegt hinter uns und die Konservativen haben sich dazu entschlossen Francois Fillon weiterhin als Kandidat zu behalten. Die Unterstützung für Herr Fillion fiel seit Januar deutlich.

 

Die Inflation der deutschen Erzeugerpreise änderte sich von 2,4% auf 3,1% im Vorjahresvergleich. Erwartet wurden 3,2 Prozent. Dass die Erwartungen nicht erfüllt wurden, gab es zuletzt im September. Dies könnte als Erinnerung daran dienen, dass der Anstieg des Verbraucherpreisindexes nicht unbegrenzt weiter anhalten werden wird. Die EZB bleibt bei Ihrer abwartenden Haltung, während sie sich auf Kernmaßnahmen konzentriert.


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