11.03.2017

Studie zur Aktienkultur: Zeitenwende im Land der Börsenmuffel?

  • Deutsche zeigen mehr Offenheit für Aktien als Geldanlage
  • Nur jeder Fünfte glaubt, das Beste aus seinem Vermögen zu machen
  • "Tag der Aktie" am 16. März: DAX-30-Aktien und ausgewählte DAX-30-ETFs ohne Ordergebühren kaufen


Die Deutschen begeistern sich zunehmend für Aktien. Während Anteilsscheine lange als "Zockerpapiere" verschrien waren, ziehen heute 58 Prozent der Deutschen einen künftigen Aktienkauf in Betracht. Wer Freude daran hat, sich mit den eigenen Finanzen auseinanderzusetzen, wagt sich auch eher auf das Börsenparkett. Und die Zahl derjenigen, die Spaß an der Finanzplanung haben, steigt seit Jahren. Dies sind Ergebnisse der bevölkerungsrepräsentativen Studie "Aktienkultur in Deutschland", für die 2.000 Bundesbürger ab 18 Jahren befragt wurden.

Mittlerweile beschäftigen sich fast 40 Prozent der Deutschen gern mit persönlichen Geldfragen. Vor drei Jahren waren es lediglich 30 Prozent. Offensichtlich eine Voraussetzung für ein Börsenengagement: Unter den Aktionären ist der Anteil derjenigen, die sich mit Freude um die eigene Geldanlage kümmern, besonders hoch (59 Prozent).

Viele Vorurteile gegenüber Aktien

Begriffe rund um das Thema Aktie werden jedoch häufig negativ assoziiert. Abgefragt wurden Finanzbegriffe wie Börse, Wall Street und Volksaktie, die tendenziell eher auf ein negatives Echo trafen. Positiv dagegen klingen in den Ohren der Deutschen Dinge, die mit Sicherheit verbunden werden. Dazu zählen Eigenheim, Geld sparen und Tagesgeld.

Im aktuellen Marktumfeld bieten aber gerade die sicheren Anlagen, wie beispielsweise das Tages- und Festgeld, nur noch sehr niedrige Zinsen, so dass durch die Inflation der Wert des Vermögens sinkt. Dagegen ermöglichen Aktien langfristig Chancen für höhere Renditen. Das sieht auch fast die Hälfte der Aktienbesitzer: sie sind überzeugt, dass mit Aktien höhere Gewinne erzielbar sind als mit anderen Geldanlagen.

Zweifel an der eigenen Vermögensanlage
Den Deutschen ist zunehmend bewusst, dass die niedrigen Zinsen den eigenen Vermögensaufbau gefährden. Nur noch ein Fünftel der Befragten glaubt, das Beste aus dem eigenen Vermögen zu machen. Dieser Wert ist in den vergangenen Jahren gesunken: 2014 waren es noch 28 Prozent. Dennoch sind die Deutschen mit Blick auf die Anlage in Aktien skeptisch. Von zehn Deutschen haben vier Angst, an der Börse ihr Geld zu verlieren, drei sind in Sorge, die falschen Aktien zu kaufen.

Die Deutschen wissen zu wenig
Das Börsenwissen der Deutschen bleibt - wie auch die Befragungen in früheren Jahren gezeigt haben - nur mäßig ausgeprägt. Ein Drittel weiß nicht, dass es sich bei einer Aktie um die Beteiligung an einem Unternehmen handelt. Und nicht einmal vier von zehn Deutschen ist bekannt, dass es mit der Dividende einen weiteren Renditebestandteil neben der Wertentwicklung gibt. Dabei könnte mehr Durchblick beim Thema Börse auch die Einstellung verändern. Fast die Hälfte derjenigen, die noch keine Aktien besitzen, glaubt, dafür kein Geld übrig zu haben. Dabei ist die Geldanlage in Wertpapiere schon mit geringen monatlichen Beträgen möglich.

Tag der Aktie: Handeln ohne Gebühren
Am 16. März 2017 findet zum dritten Mal der "Tag der Aktie" statt. An diesem Tag entfallen bei den teilnehmenden Banken beim Kauf aller DAX-30-Aktien und ausgewählter DAX-30-ETFs über den Handelsplatz Börse Frankfurt die Ordergebühren sowie weitere zusätzliche eigene und fremde Entgelte ab einem Mindestvolumen von 1.000 Euro.


Über die Studie

Die bevölkerungsrepräsentative Studie "Aktienkultur in Deutschland" wurde im Auftrag der "Aktion Pro Aktie", einer gemeinsamen Initiative von comdirect, Consorsbank, ING DiBa und maxblue, durchgeführt. Im Januar 2017 wurden von dem Marktforschungsinstitut Toluna 2.000 Deutsche online befragt.

 

 

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