02.09.2010
Gold ist gefragt wie sonst selten
Das hektische Auf und Ab an den Kapitalmärkten macht derzeit den Anlegern zu schaffen. Kaum ein Tag vergeht, an dem nicht irgendwelche Meldungen aus der Wirtschaft in diese oder jene Richtung interpretiert werden. Mal sind gute Daten ungenügend, schlechte verströmen Hoffnung, Erwartungen werden verfehlt, diese oder jene Aussage so oder so bewertet. Was letztlich wirklich hinter den Bewegungen steht, weiß nur der Markt alleine. Und jeder Zuschauer kann sich im Nachhinein sein Bild formen, wenn die Bewegung abgeschlossen ist und die Börse geschlossen ist. Gewinne macht man allerdings nur durch korrekte Antizipation der Bewegung. Man muss vorher wissen, wie es kommt – und darauf eingestellt sein. Niemand kennt die Zukunft, aber es gibt immer wieder Charts, die eine einfach zu handelnde Zukunft verheißen: Wie beispielsweise beim Thema Gold.
Wie schon öfter besprochen, sind wir seit dem Tief bei 1.160 US-Dollar und dem starken Bruch über die 1.200 absolut von Gold überzeugt. Spannend wird es, abzuwarten, wie sich der Goldpreis nun bei der unmittelbar bevorstehenden 1.250 schlägt und irgendwann danach das Allzeit-Hoch angeht. Das Auffällige am Gold derzeit ist, dass es absolut gefragt ist. Seit der bei 1.160 Dollar eingesetzten Rallye sehen wir keine vernünftigen Pullbacks mehr. Der Kurs hält kurz inne, neigt sich mal kurz nach unten, dann geht es weiter. Sobald die Kurse zu fallen scheinen, stehen neue Käufer auf dem Parkett und halten die Kurse hoch. Gold ist gefragt wie sonst selten.
Der sichere Investment-Hafen Gold gewinnt mehr und mehr an Bedeutung. Der Bund-Future notiert derzeit auf Rekord-Hochs, was im Umkehrschluss bedeutet, dass der Zins für Bundesanleihen auf einem historischen Tief angekommen ist. Es ist genügend Geld im Umlauf, dass Investoren die Papiere selbst zu historisch niedrigen Zinsen, 2,3 Prozent für Papiere mit 10-jähriger Laufzeit, zeichnen. Wer sich mit einer derart niedrigen Rendite zufrieden gibt, der ist nicht unbedingt optimistisch für die Zukunft eingestellt. Ein Wiedererstarken der Wirtschaft, ein boomender Aktienmarkt, Inflation – all das wird scheinbar von den Rentenhändlern derzeit nicht erwartet. Analog dazu steigt auch der Goldpreis wieder an, auch mit dem hohen Niveau dort geben sich Händler absolut zufrieden. Das ist keine gute Mischung.
Mittlerweile wird offen über die Möglichkeit eines Double Dip der amerikanischen Wirtschaft diskutiert. Wir werden am Freitag sehen, wie die Märkte auf die Veröffentlichungen der "non-farm payrolls" reagieren werden. Nach einer ordentlichen Verkaufswelle konnte der DAX gestern wieder fast drei Prozent nach oben korrigieren, dabei sogar wieder die Marke 6.000 aushebeln. Es geht hier also ein wenig chaotisch zu, während der Goldpreis einen absolut stabilen Trend aufweist. Neben der Tatsache, dass man sich als Anleger in einem Umfeld, wie derzeit bei Gold, wahrscheinlich viel wohler fühlt, ist es ein klares Signal dafür, dass die Weltwirtschaftskrise weiterhin leise voranschreitet. Das ergibt Sinn. Nur weil den Massenmedien seit einiger Zeit keine neuen Horrormeldungen zu entnehmen sind, bedeutet dies nicht, dass jemals irgendein strukturelles Problem erfolgreich angegangen wurde. Der Immobilienmarkt und der Arbeitsmarkt in Amerika sind zwei Großbaustellen, auf eine flächendeckende zeitgemäße Bankenregulierung warten wir vergebens. Die Staaten verschulden sich mehr und mehr und die Notenbanken schießen immer wieder Geld in den Kreislauf, sei es nun durch direkte Maßnahmen oder den Aufkauf wertloser Wertpapiere.
Es kann gut sein, dass wir einen heißen Herbst erleben, das etwas Unvorhersehbares bevorsteht. Vielleicht wird Gold deswegen gerade so gerne gekauft, vielleicht hat der eine oder andere mittlerweile kein gutes Gefühl mehr. Es könnte zwar passieren, dass der Goldpreis wieder bis 1.234/37 oder gar 1.222 Dollar korrigiert, jedoch wird dies nur erneut weiteres Kaufinteresse anziehen. Gold bleibt weiterhin "bullish" und die Krisensituation angespannt.
Weitere Trading Meldungen:
Weitere Brokerage Meldungen:
Wie schon öfter besprochen, sind wir seit dem Tief bei 1.160 US-Dollar und dem starken Bruch über die 1.200 absolut von Gold überzeugt. Spannend wird es, abzuwarten, wie sich der Goldpreis nun bei der unmittelbar bevorstehenden 1.250 schlägt und irgendwann danach das Allzeit-Hoch angeht. Das Auffällige am Gold derzeit ist, dass es absolut gefragt ist. Seit der bei 1.160 Dollar eingesetzten Rallye sehen wir keine vernünftigen Pullbacks mehr. Der Kurs hält kurz inne, neigt sich mal kurz nach unten, dann geht es weiter. Sobald die Kurse zu fallen scheinen, stehen neue Käufer auf dem Parkett und halten die Kurse hoch. Gold ist gefragt wie sonst selten.
Der sichere Investment-Hafen Gold gewinnt mehr und mehr an Bedeutung. Der Bund-Future notiert derzeit auf Rekord-Hochs, was im Umkehrschluss bedeutet, dass der Zins für Bundesanleihen auf einem historischen Tief angekommen ist. Es ist genügend Geld im Umlauf, dass Investoren die Papiere selbst zu historisch niedrigen Zinsen, 2,3 Prozent für Papiere mit 10-jähriger Laufzeit, zeichnen. Wer sich mit einer derart niedrigen Rendite zufrieden gibt, der ist nicht unbedingt optimistisch für die Zukunft eingestellt. Ein Wiedererstarken der Wirtschaft, ein boomender Aktienmarkt, Inflation – all das wird scheinbar von den Rentenhändlern derzeit nicht erwartet. Analog dazu steigt auch der Goldpreis wieder an, auch mit dem hohen Niveau dort geben sich Händler absolut zufrieden. Das ist keine gute Mischung.
Mittlerweile wird offen über die Möglichkeit eines Double Dip der amerikanischen Wirtschaft diskutiert. Wir werden am Freitag sehen, wie die Märkte auf die Veröffentlichungen der "non-farm payrolls" reagieren werden. Nach einer ordentlichen Verkaufswelle konnte der DAX gestern wieder fast drei Prozent nach oben korrigieren, dabei sogar wieder die Marke 6.000 aushebeln. Es geht hier also ein wenig chaotisch zu, während der Goldpreis einen absolut stabilen Trend aufweist. Neben der Tatsache, dass man sich als Anleger in einem Umfeld, wie derzeit bei Gold, wahrscheinlich viel wohler fühlt, ist es ein klares Signal dafür, dass die Weltwirtschaftskrise weiterhin leise voranschreitet. Das ergibt Sinn. Nur weil den Massenmedien seit einiger Zeit keine neuen Horrormeldungen zu entnehmen sind, bedeutet dies nicht, dass jemals irgendein strukturelles Problem erfolgreich angegangen wurde. Der Immobilienmarkt und der Arbeitsmarkt in Amerika sind zwei Großbaustellen, auf eine flächendeckende zeitgemäße Bankenregulierung warten wir vergebens. Die Staaten verschulden sich mehr und mehr und die Notenbanken schießen immer wieder Geld in den Kreislauf, sei es nun durch direkte Maßnahmen oder den Aufkauf wertloser Wertpapiere.
Es kann gut sein, dass wir einen heißen Herbst erleben, das etwas Unvorhersehbares bevorsteht. Vielleicht wird Gold deswegen gerade so gerne gekauft, vielleicht hat der eine oder andere mittlerweile kein gutes Gefühl mehr. Es könnte zwar passieren, dass der Goldpreis wieder bis 1.234/37 oder gar 1.222 Dollar korrigiert, jedoch wird dies nur erneut weiteres Kaufinteresse anziehen. Gold bleibt weiterhin "bullish" und die Krisensituation angespannt.
Weitere Trading Meldungen:
- Dirk Friczewskys Gold Kolumne: Gold weiter auf dem Weg nach oben
- Insiderhandel: Massive Insider-Käufe bei der HeidelbergCement AG
- Capital Interview: Schulden-Management mit Finanz-Derivaten
Weitere Brokerage Meldungen:
Anzeige