10.08.2017

Korea-Angst lässt nach, Goldpreis noch hoch

ThinkMarkets: Eine erhöhte geopolitische Ungewissheit macht nicht zum ersten Mal Schlagzeilen, daher werden sich die dadurch entstandenen Unruhen schneller legen. Dies spiegelt sich heute im Aktienmarkt wider (die Termingeschäfte für FTSE sind höher).

 

Im jüngsten Wortgefecht zwischen USA und Nordkorea haben die Vertreter der nordkoreanischen Halbinsel die Angst vor einem Atomkrieg heruntergespielt. "Eine Menge Unsinn" ist die Phrase, die einige Schnäppchenjäger anregen könnte, einen Schritt zurück zu machen, besonders wenn Donald Trump darin die zugrundeliegende Botschaft des Waffenstillstands sieht.

 

Risk-Off bei Anlegern
Die brandgefährliche Situation hat Investoren davon abgehalten, sich in einen kompletten Risiko-Modus zu begeben, und dies half dem gelben Metall, mehr Gewinne zu erzielen (siehe auch Goldpreis Rechner ). Die Dynamik wird solange stark bleiben, solange die gewagte rhetorische Politik zwischen Präsident Trump und Nordkorea nicht zu Ende geht.

 

Der VIX-Index hat gestern keine Anzeichen einer Explosion gezeigt, und mit einer sich lindernden Spannung erwarten wir dass der Index sich heute in den Ruhezustand versetzt. Vielleicht sind unkonventionelle Präsidentschaftskommentare zur neuen Norm für die Märkte geworden.

 

Euro zeigt Stärke
In der Eurozone leidet das Euro-Dollar-Paar unter Gewinnmitnahme (zum Wechselkurs Rechner Euro Dollar ), da größere Long-Einsätze sich erholen. Die Währung ist gegenüber dem Dollar in diesem Jahr um fast 13 Prozent gestiegen und dies macht sie zu einer der besten Währungen.

 

Doch für die EZB ist die Stärke der Lieblingswährung besorgniserregend, daher räumen die Anleger ihre Chips rasch vom Tisch. Mario Draghi kämpft einen schweren Kampf mit der Inflation, und ein stärkerer Euro wird sich nicht nur auf die Importe der Eurozone auswirken, sondern auch die Inflation unterdrücken, was die EZB einfach nicht zulassen kann.

 

Das Jackson Hall Event ist nicht mehr weit entfernt, und es wird stark erwartet, dass Mario Draghi seinen ursprünglichen Entwurf zur Reduzierung der Geldpolitik darin festlegen wird. Denken Sie daran, dass die Bank weiterhin Anleihen kaufen wird, doch in einem weit langsameren Tempo. Daher wird die Größe der EZB-Bankbilanz noch weiter steigen, während die Fed sich im Prozess der Verringerung derer befindet.

Yen in Rückwärtsgang
Die Wirtschaftsdaten aus Japan waren schlichtweg nicht erfreulich. Mit einem Blick auf die Kernaufträge, haben diese buchstäblich einen Sturzflug hingelegt, und fielen um 1,9 Prozent, während die Prognose einen Anstieg von 3,7 Prozent vorhersagte. Dies ist keine gute Sache für die BOJ und den japanischen Yen. Es gab drei aufeinanderfolgende Stürze dieser Zahl, was die Alarmglocken für die Zentralbank läuten sollte.

 

Pfund im Fokus
Für Sterling-Trader liegt der Schwerpunkt lediglich auf der neuesten Herstellungs- und Industrieproduktionsnummer. Die Prognose für ist eher optimistisch und die ONS-Zahlen sind ungünstig, doch mit einem Blick auf die unabhängigen Umfragen, sind diese optimistischer. Sowohl von der Industrieproduktion, der Bauproduktion und der Handelsbilanz wird erwartet, sich zu verbessern und dies setzt die Grundlage für eine potentielle Enttäuschung.

Brent und WTI profitieren von leeren Lagern
Öl-Trader feierten die Rohöl-Inventardaten, die die Woche des längsten Rückgangs seit Mai zeigten. Die Einhaltung ist das entscheidende Thema für die OPEC und Trader werden sich weiterhin darauf konzentrieren. Wir sind noch lang nicht außerhalb der Gefahrenzone, und der Ölmarkt wird weiterhin einmal im positiven und einmal im negativen Bereich sein, es sei denn, es gibt einen klaren Beweis dafür, dass die Nachfrage und Angebotsgleichung nahe am Gleichgewicht ist.

 

Aus technischer Sicht befinden wir uns in einem engen Bereich stecken und nur ein Durchbruch von $50 würde einen neuen Trend bestätigen.

 

Autor: Naeem Aslam

 

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