16.08.2010
FXCM Wöchentlicher Marktkommentar: Devisenmarkt geht auf Nummer sicher
"Die Risikoneigung der Kapitalmärkte bestimmt in der aktuellen Woche den Devisenmarkt", so die Einschätzung von Torsten Gellert, Managing Director von FXCM Deutschland. Sollten die Aktienkurse weltweit weiter fallen, dürfte das dem US-Dollar Auftrieb geben. "Der Greenback kehrt in seine traditionelle Rolle als sicherer Hafen zurück, sobald es schlechte Nachrichten von der Weltwirtschaftsfront gibt", meint Gellert.
Schon in der vergangenen Woche konnte der Dollar gegenüber Euro und Britischem Pfund Boden gutmachen. Gerade seitens der großen Fonds gab es deutliche Rückflüsse in US-Assets. Ursache waren vor allem die negativen Nachrichten zur Weltwirtschaftslage: Japan wird von Deflationssorgen geplagt, China ist auf die Konjunkturbremse getreten und auch das Wachstum in den USA hat an Kraft verloren. "Die globalen Konjunkturdaten sind – die deutsche Wirtschaft einmal ausgenommen – einfach zu schlecht, um die Risikofreude der Investoren zu beflügeln", so der Experte.
"Allerdings bleibt das Währungspaar USD/JPY weiterhin ein heißes Thema", meint Gellert. In der vergangenen Woche erreichte der Yen beinahe ein 15-Jahreshoch – ein deutlicher Nachteil für die Exportnation Japan. Das zeigte sich auch in den heute veröffentlichten Zahlen zum BIP, die die Erwartungen der Marktteilnehmer nicht erfüllten. "Die Kommentare des japanischen Finanzministers lassen eine Intervention der Bank of Japan immer wahrscheinlicher werden", sagt Gellert. "Sollte die Zentralbank tatsächlich eingreifen und in großem Stil Dollar kaufen, wird dies kurzfristig Wirkung zeigen." Allerdings konnten Stützungskäufe von Zentralbanken in der Vergangenheit einen Trend nur selten nachhaltig umkehren, gibt der Experte zu bedenken.
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