FXCM Marktkommentar: Sentimentindex prognostiziert schwachen Dollar

12.07.2010 - 

"In der aktuellen Woche könnte der Euro gegenüber dem US-Dollar weiterhin zulegen", meint Torsten Gellert, Managing Director bei FXCM Deutschland: "Diese Einschätzung beruht zum einen auf dem aktuellen Stand des FXCM-Sentimentindexes. Zum anderen stehen in den USA in dieser Woche einige Termine auf der Agenda, die sich auf den US-Dollar ungünstig auswirken könnten."

Mit Spannung sehen Trader der Eröffnung der Berichtssaison in den USA entgegen: "Sollten nach den Arbeitsmarktdaten nun auch die Unternehmensgewinne enttäuschen, würde der Greenback unter Druck geraten", erläutert Gellert. In dieser Woche stehen unter anderem die Zahlen für die Bank of America, Citigroup, Google und General Electric an.

In Europa dagegen werden vor allem die Ergebnisse der Stresstests erwartet, die am 23. Juli 2010 veröffentlicht werden: "Offenbar sehen es die Marktteilnehmer als positives Zeichen, dass die europäische Finanzaufsicht die Transparenz von Banken erhöhen will", meint der Experte. "Obwohl einige Banken unter den Stressszenarien eine zu geringe Kapitaldecke haben dürften, wüssten Anleger dann zumindest, womit sie zu rechnen haben. Dem Euro könnte das einen weiteren Aufwärtsimpuls geben."

Dass der Euro gegenüber dem US-Dollar weiterhin an Boden gewinnen könnte, zeigt auch der aktuelle Stand des FXCM Speculative Sentiment Index (SSI). "Aktuell sind viele der FXCM-Trader beim Währungspaar EUR/USD auf der Verkaufsseite positioniert", erläutert Gellert. "Das spricht dafür, dass künftig die Käuferseite stärker an Bedeutung gewinnt. Der Euro würde also steigen." Der FXCM-Sentimentindex ist ein Kontraindikator, der das Verhältnis von Long- zu Shortpositionen widerspiegelt.

In der kommenden Woche gibt es zwei wichtige Termine, die zeigen, wie es um die US-amerikanische Wirtschaft bestellt ist: die Veröffentlichung der Zahlen zum Einzelhandelsumsatz (Mittwoch) und zum Verbraucherpreisindex (Freitag). "Ökonomen erwarten, dass die Nachfrage der Verbraucher im Juni zurückgegangen ist. Ein schwacher Konsum würde den US-Dollar belasten", erklärt Gellert. Beim Verbraucherpreisindex sei dagegen kaum mit Überraschungen zu rechnen, so der Experte. Daher würden Marktteilnehmer erwarten, dass der US-Leitzins in absehbarer Zukunft niedrig bleibt.

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