flatex steigert Jahresüberschuss 2009 um 41 Prozent
07.05.2010 -
flatex hat trotz einer schwierigen weltwirtschaftlichen Lage ein gutes Ergebnis für das Geschäftsjahr 2009 vorgelegt. In dessen Verlauf konnte der Kulmbacher Online-Broker seinen Wachstumskurs fortsetzen. flatex steigerte den Jahresüberschuss von 1,12 Millionen im Vorjahr auf 1,58 Millionen Euro, ein Plus von 41 Prozent.Die Kundenzahl wuchs um 47 Prozent, von 44.535 auf 65.445. Beim betreuten Kundenvermögen konnte flatex sogar mehr als eine Verdopplung verzeichnen: Das Wachstum von 519 Millionen auf 1.078 Millionen Euro entspricht einer Steigerung von 108 Prozent. Damit konnte flatex hier erstmals die Marke von einer Milliarde Euro überschreiten. Zudem stieg die Zahl der ausgeführten Orders stark an, von 2,3 Millionen um 72 Prozent auf 3,95 Millionen.
Dass der Jahresüberschuss um 41 Prozent auf 1,575 Millionen Euro (Vorjahr 1,119 Millionen Euro) stieg, liegt unter anderem an den deutlich höheren Provisionserträgen aus dem Geschäftsbereich Online-Brokerage, welche um rund 957.000 Euro gesteigert wurden, und an der Realisierung von Veräußerungsgewinnen aus Aktien des Anlagevermögens in Höhe von 649.000 Euro. Aufgrund des anhaltenden, sehr dynamischen Geschäftsverlaufs, neu eingeführter Produkte und der stärkeren Fokussierung auf den Kunden waren im Jahr 2009 zwar größere Investitionen im Bereich Personal notwendig. So erhöhten sich die Personalaufwendungen um 51 Prozent von 988.000 auf 1,50 Millionen Euro. Im Gegenzug konnten aber die Verwaltungsaufwendungen gegenüber dem Vorjahr von 5,66 Millionen auf 5,43 Millionen Euro reduziert werden. Dies lag vor allem an einem niedrigeren Marketingbudget 2009.
Die Bilanzsumme der Gesellschaft betrug zum Ende des Geschäftsjahres 14,09 Millionen Euro (Vorjahr 8,77 Millionen Euro). Im Rahmen des Börsengangs im Juni wurde zur Finanzierung des Wachstums und zur weiteren Stärkung der Eigenkapitalquote eine Kapitalerhöhung im Nennwert von 800.000 Euro durchgeführt. Bei einem Eigenkapital von 12,69 Millionen Euro (Vorjahr 8,00 Millionen Euro) liegt die Eigenkapitalquote bei 90,1 Prozent.
flatex-Vorstand Stefan Müller zeigt sich äußerst zufrieden mit dem Ergebnis. „2009 war, obwohl es über weite Strecken noch von der Finanzkrise betroffen war, ein sehr erfolgreiches Jahr für flatex. Das Wachstum in allen Bereichen gibt unserer Strategie Recht, dem Anleger ein großes Angebot bei niedrigen Gebühren zur Verfügung zu stellen. Zudem war 2009 aus dem Grund sehr erfreulich, dass wir trotz hoher Investitionen nach wie vor deutlich positive Cash-Flows erzielen konnten.“
Wie sinnvoll die Erweiterung des Angebots sein kann, hat im abgelaufenen Jahr vor allem der Bereich CFDs (Contracts for Difference) gezeigt. „Die Anzahl der CFD-Trades macht bereits gut ein Drittel aller Trades bei flatex aus“, so Müller. flatex bietet den CFD-Handel seit November 2008 an.
Für das laufende Geschäftsjahr gibt sich Müller optimistisch: „Wir gehen davon aus, dass auch das Jahr 2010 von sehr schwankungsintensiven Börsen bei einer insgesamt positiven Grundstimmung geprägt sein wird. Dies wären hervorragende Voraussetzungen, um auch dieses Geschäftsjahr mit einem sehr guten Ergebnis abschließen zu können“, kommentiert Stefan Müller. Als ein Argument dafür führt er auch den jüngsten Einstieg in das High End Brokerage an: „Mit der Übernahme der Kunden von ETRADE Deutschland, der Gründung der Tochter ViTrade und dem damit einhergehenden Eintritt in das Segment der Heavy Trader sehen wir auch für das laufende Jahr einiges an Wachstumspotenzial“, so Müller weiter. Mitte Dezember hatte die flatex-Tochter ViTrade die Betreuung der bisherigen ETRADE-Deutschland-Kunden übernommen. Die Integration wurde im März 2010 abgeschlossen.
Eine Rolle dürfte zudem der jüngst erfolgte Markteintritt von flatex in Österreich spielen. Müller dazu: „Wir haben in Österreich eine Wettbewerbssituation vorgefunden, die der auf dem deutschen Markt vor einigen Jahren ähnelt – und die damit vergleichbare Potenziale bietet.“ Seit Mitte April bietet flatex unter der Website flatex.at österreichischen Anlegern die Möglichkeit, Wertpapiere zu günstigen Konditionen über Konten nach österreichischem Recht zu handeln.
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