Investieren in Rohstoffe

Selbstverständlich sind Ihre Anlagemöglichkeiten nahezu unbegrenzt. Sie sollten sich jedoch mit Ihren Engagements im Rohstoffsektor auf jeweils drei Basiswerte maximal beschränken, da man sonst unnötig leicht den Überblick verliert. Man sollte sich im Idealfall immer nur mit einer Position beschäftigen. Wer als Anleger in mehrere Rohstoffe oder ganze Rohstoffkörbe investieren möchte, kann aus einer Vielzahl von Zertifikaten, Baskets, Rohstoff-Fonds oder auch Rohstoff-Indexfonds seine persönliche Auswahl zusammenstellen.

 

Forwardkurven der Rohstoffe

 

Investieren Sie in Rohstoffe wie WTI, Brent, Kupfer, Aluminium oder weitere Basiswerte, so sind die Besonderheiten der Terminmarktwelt zu beachten. Priorität bei Referenzwerten hat in der Regel der Futures-Kontrakt. Dieser ist jedoch von seiner Konstruktion her an feste Laufzeiten gebunden. Länger laufende Anlageformen haben die Besonderheit des "Rollover"; dabei können dem Anleger zusätzliche Erträge oder eben Zusatzkosten (Rollkosten) entstehen.

 

Maßgeblich für die weitere Preisbildung ist der Verlauf der sogenanten Forwardkurve. Bei ansteigenden Forwardkurven (Contango) sind die kürzer laufenden Kontrakte günstiger als die länger laufenden Kontrakte. Dadurch erwirbt der Anleger beim Rollen in den nächsten fälligen Kontrakt weniger neue Kontrakte und erleidet einen Rollverlust.

 

Bei fallenden Forwardkurven (Backwardation) ist es umgekehrt. Der Anleger erwirbt mehr neue Kontrakte und kann somit Rollerträge verbuchen.

 

In beiden Fällen hat dies Auswirkung auf die Preisbildung eines jeden vom jeweiligen basiswert abgeleiteten Produkts.

 

Einige Banken geben Anlegern mit sogenannten Forwardkurven-Tools einen Überblick über das Rollverhalten. Diese verschaffen dem interessierten und fortgeschrittenen Anleger einen weiteren Überblick über die etwaige Preisbildung eines jeden Basiswertes.

 

Was beim Rohstoffhandel zu beachten ist

 

Achten Sie beim Handel immer auf den jeweiligen Kontrakt/Basiswert. Beobachten Sie diesen und seien Sie sich darüber klar, dass viele Rohstoffe rund um die Uhr gehandelt werden.

 

Achten Sie besonders auf Zeitangaben im Bereich von Rohstoffseiten und bei externen Rohstoffhandelsinformationen. Bedenken Sie vor allem immer bei Zeitangaben die möglichen US-Uhrzeiten oder UK-Uhrzeiten (EST + GMT) und achten Sie genauestens auf die jeweiligen Handelszeiten bei den Warenterminbörsen und für jeden Rohstoff oder den Rohstoffsektor gesamt auch auf die Handelszeiten Ihres Brokers.