Weizen / Wheat
Weizen (lat. Triticum) gehört zur Gattung der Süßgräser und hat z.B. allein in Kleinasien, Zentralasien und Teilen Ostafrikas fast 20 verschiedene Arten. Es gibt einjährige oder winterannuelle Ährengräser. Diese sind zweistellig stehend begrannt oder mit unbegrannten Ährchen. Ferner gibt es Varianten, wie den Nacktweizen, der deshalb so genannt wird, weil sich die Früchte bei der Reife von den Spelzen abtrennen. Bei Saatweizen und Spelzweizen bleiben die Körner fest von den Spelzen umschlossen.
Weizen selbst wird von den Subtropen hin bis zu unseren nördlicheren Breitengraden in Europa angebaut. Generell liegen die Hauptanbaugebiete in Europa, Nordamerika und Asien. Größte Produzenten sind die USA und Kanada, Europa, Russland, die Ukraine und Kasachstan.
Von Seiten der Biologie bzw. Genetik her wird Weizen in diploide und tetraploide Arten eingeteilt. Diploide Arten sind z.B. das Einkorn (heute nur noch sehr selten), tetraploide Arten sind die bekannten Weizenarten der Emmerreihe, wie Emmer, Gommer, Hartweizen, Rauhweizen. Einen weiteren Fall bilden die hexaploiden Arten, die der Dinkelreihe zugeschrieben werden, wie z.B. Dinkel selbst und der allseits bekannte Saatweizen.
Saatweizen hat von seiner Struktur her eine zähe Ährenspindel und bei Reife vollrunde oder leicht längliche Körner, die aus den Spelzen fallen. In sehr vielen Variationen (durch Züchtung vor allem) wird er als Winter- oder Sommerweizen angebaut. Weizen ist sehr empfindlich für klimatische Wechsel und auch bei Dürre- oder Flutperioden. Die Pflanze stellt hohe Ansprüche an das Klima und die Wasserbedingungen und vor allem an den jeweiligen Nährstoffgehalt des Bodens. Weizen enthält je nach Art bis zu 70% Stärke und etwa 10-12% Eiweiß.
Weizen wird als Brotgetreide, für Teigwaren, zur Gewinnung von Stärke, für Gries und Graupen, zur Bierhertstellung und zur Branntweinherstellung verwendet. Aber auch als Viehfutter wird Weizen genutzt.
Geschichtlich betrachtet ist Weizen mit der Weizenart Emmer, Einkorn und Dinkel seit der Jungsteinzeit in Kultur nachgewiesen. Auch in der Antike war Weizen bei den Griechen und Römern eines der Hauptnahrungsgetreide. Auch durch Grabbeigaben konnte Weizen bereits in der Zeit des alten Ägyptens nachgewiesen werden.
Besonderheiten beim Handel mit Weizen
An den Warenterminbörsen wird meist der Kansas-Hartweizen vom Chicago-Weichweizen unterschieden. Dementsprechend werden die Kontrakte auch unterschieden. Es gibt demnach Chicago-Weizen, der an der Chicago Board of Trade (CBOT) gehandelt wird und Kansas-Weizen, der an der Kansas City Board of Trade (KCBT) gehandelt wird.
Stärkere Nachfrage nach Weizen gab es in den letzten Jahren auch durch die Erzeugung von Ethanol als alternative Energiequelle und Beigabe in Kraftstoffen in den USA und dem Rest der entwickelten Welt.
Weizen ist vielfältig handelbar. Privatanleger und Trader haben die Möglichkeit mittels derivativer Anlageinstrumente in eine Breite des Marktes zu investieren. Mittels Zertifikaten, CFDs, ETFs/ETCs, Rohstoff-Fonds oder Rohstoffindexfonds, die Weizen beinhalten, können Anleger in Weizen investieren. Natürlich steht jedem Anleger auch der Weg zu den Warenterminbörsen mittels Future-Handel mit dem Basiswert Weizen via CME-Gobex-Handel offen.
Beachten Sie immer bei der Auswahl des jeweiligen Basiswerts/Kontrakts, dass Weizen an den Terminmärkten sowohl über die KCBT, als auch via CBOT (CME Group) gehandelt wird! Weizen wird außerdem noch als Mini über die CME gehandelt!
Kontraktspezifikationen von Weizen (physical) an der Chicago Board of Trade (CBOT)