30.07.2015

DAX - Kann sich der Aufwärtstrend etablieren?

ETX Capital:

Und wieder hat Janet Yellen gestern nach der US-Notenbanksitzung keinen genauen Termin für die erste Zinsanhebung bei den Zentralbankzinsen bekannt gemacht und so nahmen die Aktienhändler diese Gelegenheit wahr und kauften Aktien. Die Finanzmarktteilnehmer könnten mental schon eine Zinsanhebung weiter gewesen sein und konnten somit in ihren Zinsanhebungserwartungen wieder etwas zurückrudern. Die Fragen danach, wann nach einem ersten symbolischen Zinsschritt ein möglicher zweiter Zinsschritt kommt und wie hoch der ausfallen könnte, wurden vorerst auf die lange Bank geschoben.

 

Auswirkungen auf die Märkte

Die Reaktion des Währungspaares EUR/USD  passt hier nicht so recht ins Bild, denn der US-Dollar konnte nach dem Zinsentscheid klar profitieren und so fiel der EUR/USD-Kurs um fast 100 Pips. Die Reaktion im weltweit umsatzstärksten Währungspaar könnte davon zeugen, dass an einer Zinsanhebung noch in diesem Jahr nicht gezweifelt wird. Doch könnte die Reaktion im EUR/USD auch stark technisch geprägt sein und erst in den nächsten Tagen könnte sich zeigen, ob die fallenden Kurse nachhaltig sind. Für deutsche Aktien ist ein fallender Euro natürlich gut und somit stieg der DAX30-Index gestern im späten Handel und auch heute Morgen. Der positive Grundton an den Aktienmärkten bleibt den Marktteilnehmern bislang erhalten und so könnte nun die Suche nach Long-Setups in deutschen Aktien beginnen.

 

Neuer Aufwärtstrend für den DAX?

Ein Blick auf den Tageschart zeigt, dass im Monat Juli ein neuer Aufwärtstrend im DAX entstanden sein könnte. Demnach befindet sich der Kurs des deutschen Leitindex gerade an einem entscheidenden Punkt für den noch jungen Aufwärtstrend. Mit einem Kursstand von momentan 11.296 Punkten befindet sich das deutsche Börsenbarometer in der Nähe der unteren Aufwärtstrendkanalbegrenzungslinie. Doch stößt der Kurs des DAX30 aus charttechnischer Sicht nun auf eine resistente Kurszone, die um die Marke von 11.300 Punkten verläuft und in der Vergangenheit oft hart umkämpft war.

 

Volatilität stagniert - trotz Verlusten

Nach unten dürfte sich der Kurs des DAX30 keine lange rote Kerze leisten, die mit einem Schlusskurs unterhalb von 11.120 Punkten schließt. Dann wäre der noch junge Aufwärtstrend gebrochen. Nach oben hätte der DAX30, ausgehend von der oberen Begrenzung des 1000 Punkte breiten Aufwärtstrendkanals, noch viel Platz. Ein mittelfristiges Kursziel wäre demnach die 12.100-Punkte-Marke. Ein Blick auf den VDAX, dem Nervositätsbarometer für den deutschen Leitindex, zeigt, dass die Nervosität unter den Eurex-Händler trotz der deutlich negativen Performance des DAX30 in den letzten zwei Wochen, nicht stark gestiegen ist. VDAX-Kurse unterhalb der 20-Prozent-Marke könnten als Bestätigung für den jungen Aufwärtstrend vonseiten des Sentiments herangezogen werden.

 

Von Oliver Bossmann



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