14.09.2011
Interview mit der comdirect zum Start des CFD-Trading
Die comdirect aus Quickborn hat Anfang diesen Monats in Ihrer mittlerweile breiten Angebotspalette ein neues Handelsangebot aufgenommen, welches derzeit im Brokerage Markt für viel Furore sorgt: CFD-Trading. Damit betritt nach dem Sparkassen Broker eine weitere große Direktbank den CFD-Markt, der noch vor gar nicht all zu langer Zeit eine rein angelsächsiche Angelegenheit war. Broker-Test.de sprach daher mit Mario Jessen, Produktmanager Trading und Projektleiter CFDs, über den CFD-Start der comdirect.
Sind Sie bisher zufrieden mit der Anzahl der eröffneten Demokonten und Real-Konten?
Wir sind mit dem Start mehr als zufrieden. Die ersten Reaktionen der Kunden waren sehr gut. Obwohl die Vermarktung noch nicht voll angelaufen ist, liegen die Resonanz und die Aktivität der Kunden deutlich über unseren Erwartungen.
Wo sehen Sie sich im CFD-Markt in 12 Monaten im Vergleich zu den bisherigen Platzhirschen aus dem angelsächsichen Raum (CMC Markets, IG Markets, RBS) und aus Deutschland (sBroker, flatex, fxFlat)?
Als einer der führenden Online Broker in Deutschland ist unser Ziel, mittelfristig diese Position auch im CFD Markt zu erreichen. Mit unserer Plattform (Screenshots finden Sie unterhalb dieses Interviews; Anm. d. Redaktion) bieten wir CFD-Handel in einer neuen Qualität an, deswegen nehmen wir den Wettbewerb gern auf.
Die comdirect hat die Commerzbank als Market Maker gewählt. Wie ist es zu dieser Entscheidung gekommen? Welche Vorteile bietet Ihnen die Commerzbank gegenüber der Option auf eine bereits am Markt bestehende Lösung (wie z.B. der Sparkassen Broker es mit der Integration der CeFDex Plattform gemacht hat) zu setzen?
Die Commerzbank als führender Market Maker für Retailderivate in Deutschland steht für höchste Handelsqualität in Bezug auf Liquidität und Kursstellung. Bei Aktien mit Referenzmarkt Xetra sorgt die direkte Referenzmarktbindung quasi für einen Direct Market Access ohne die sonst damit verbundenen Kosten.
Zudem war es nur mit der Commerzbank möglich ein komplett neues Angebot zu entwickeln, das auf die Bedürfnisse der comdirect Kunden zugeschnitten ist und sich von existierenden Lösungen am Markt dauerhaft differenzieren kann.
Was genau macht die Commerzbank für die comdirect als Market Maker?
Die Commerzbank stellt die technische Handelsplattform bereit und fungiert als Kontrahent für die CFD-Geschäfte der Kunden. Für den Handel werden fortlaufend Handelsliquidität und CFD-Quotierungen bereitgestellt.
CFDs können aufgrund ihres möglichen Hebels auch relativ riskant sein. Wie gehen Sie mit dieser Thematik um und wie informieren oder trainieren Sie Ihre CFD-Kunden?
Wir bieten eine Kontovariante mit kostenloser Risikobegrenzung. Das heißt Handel mit maximalem Hebel von fünf und garantiert keiner Nachschusspflicht für den Kunden.
Darüber hinaus stellen wir mit cfd.comdirect.de ein umfassendes Informationsportal bereit, das Wissen anschaulich vermittelt und neben den Chancen auch immer die Risiken transparent macht. Ergänzende Webinare und Seminare sind bereits in Planung.
Last but not least stellen wir unseren CFD-Kunden ein Service-Team zur Seite, welches ihm an sieben Tagen in der Woche kompetent zur Seite steht.
CFDs sind ja eher was für richtige Trader! Will die comdirect damit auch zurück zu den Wurzeln? Zusammen mit Cortal Consors und der DAB Bank war man ja vor über 10 Jahren als Trading-orientierter Broker gestartet. Mittlerweile bieten alle drei quasi Vollbank Dienstleistungen an. Dient der CFD-Handel auch der Schärfung des Profils als richtiger Trading Broker?
Wir haben auch in den vergangenen Jahren kontinuierlich unser Brokerage-Angebot wei¬terentwickelt, das nach wie vor auch von vielen aktiven Tradern intensiv genutzt wird. Mit unserem CFD-Angebot haben wir einen weiteren Meilenstein erreicht und unterstreichen damit unsere Positionierung als Leistungsbroker auch in dieser Zielgruppe.
Was sagen Sie zum Timing des Markteintritts? Die Märkte sind derzeit höchst volatil, was gut ist für aktive Trader. Aber es sind auch viele Anleger einfach sehr verunsichert...
CFDs sind in erste Linie ein Produkt für aktive Kunden und kurzfristige Handelsstrategien. Insofern ist diese Marktphase durchaus attraktiv und verhilft uns zu diesem guten Start.
CFDs sind optimal geeignet, um in einem volatilen Marktumfeld auf steigende oder fallende Kurse zu setzen und erleichtern zudem den Zugang zu Basiswerten wie Währungen oder Rohstoffen, die derzeit besonders im Fokus stehen. Wer als Anleger erst ein Gefühl für das Traden mit CFDs bekommen möchte, der sollte auf jeden Fall mit dem Demo-Konto beginnen.
Herr Jessen, vielen Dank für das Interview.
Link-Tip: CFD-Handelsplattform der Comdirect - alle Fakten auf einen Blick
Nachfolgend sehen Sie Screenshots der comdirect CFD Plattform:
comdirect CFD-Handelsplattform - Gesamtübersicht:
Individuell konfigurierbar. Bis zu 5 verschiedene Layouts. Freie Anordnung von Position, Größe, Spaltenreihenfolgen inkl. Drag and Drop und Magnetismusfunktion zur einfacheren Anordnung
CFD-Standard-Ordermaske:
Alle Orderfunktionen griffbereit - inklusive IF Done-OCO und Trailing Stop. Angabe der If Done-Orders als Kurs, als Abstand zum Ausführungskurs, oder als Ziel-Gewinn/Verlust möglich (Beispiel). Umrechnung in Limit durch das System.
CFD-Watchlist: Paaransicht:
Optionale Ansicht der Watchlist mit direkter Handelbarkeit über Klick auf die angezeigten Preise.
CFD-Chartmodul:
Realtime-Chart mit umfangreichen Anzeigeoptionen, Indikatoren und Analysemöglichkeiten.