Börsenlexikon

Finanzierungskosten

Anleger, die bei einem Broker mit einem Margin-Konto den Handel mit Devisen oder CFDs betreiben, bekommen vom Broker bei Halten einer Long-Position über Nacht oder eben über das Wochenende Finanzierungskosten für die fremdfinanzierte, nicht mit Eigenkapital unterlegte Tranche ihrer Position berechnet. Die Broker berechnen die Finanzierungskosten unterschiedlich. Meist wird zur Berechnung der EONIA-Tagesgeldsatz (Euro Overnight Index Average) oder auch der LIBOR für den Euro-Raum verwendet. Zusätzlich kommt in der Regel noch ein interner Finanzierungskostensatz des Brokers hinzu. Wenn der Anleger mehrere Positionen gleichzeitig hält, so werden die vorgehaltenen Sicherheitsleistungen auf dem Handelskonto (Einschüsse/Margins) für die Berechnung der Finanzierungskosten zusammengezählt.