09.11.2017

Clever sparen für den Nachwuchs

Postbank
Führerschein, Auto und die Einrichtung für die erste eigene Wohnung: Wenn Kinder flügge werden, haben sie meist einige große und kostspielige Wünsche. Um diese erfüllen zu können, legt jeder dritte deutsche Sparer (33 %) Geld für den Nachwuchs zurück. Das ergibt eine aktuelle TNS-Emnid-Umfrage im Auftrag der Postbank.

Wer für die Sprösslinge vorsorgt, nutzt überdurchschnittlich häufig ein Sparkonto (38 %), einen Bausparvertrag (31 %) oder eine Lebensversicherung (29 %). Fonds und Aktien sind hingegen nicht sehr beliebt: Nur 21 % derjenigen, die Rücklagen für Familienangehörige bilden, legen das Geld an der Börse an, der Durchschnitt liegt bei 24 %.

29 Prozent der Befragten heben die Ersparnisse sogar lieber zu Hause auf. Zu unsicher erscheint das Auf und Ab der Börsenkurse, um Tauf- und Geburtstagsgelder der Kinder anzulegen.

"Wenn man frühzeitig mit dem Sparen für den Nachwuchs startet und die Ersparnisse nicht zu einem fixen Termin ausgezahlt werden müssen, sind Wertpapiere eine gute Möglichkeit, Gewinne oberhalb der Inflationsgrenze zu erwirtschaften. Empfehlenswert ist der Kauf von Anteilen an einem Investment- oder ETF-Fonds - damit gehen Anleger ein überschaubares Risiko ein", empfiehlt Karsten Rusch von der Postbank.

Ein Fonds besteht aus zahlreichen Einzelaktien, die das Risiko für den Anleger streuen. Im Falle eines ETF spiegelt die Zusammensetzung einen bestimmten Index wider – zum Beispiel den Deutschen Aktienindex oder Aktien der weltweit erfolgreichsten Unternehmen.

Beim Kauf von ETF-Anteilen setzen Anleger also auf eine positive Marktentwicklung und nicht – wie bei einem aktiv gemanagten Investmentfonds – auf das Geschick eines Fondsmanagers. Anteile an einem Fonds können Sparer auch über einen Sparplan erwerben. Dies ist bereits ab 25 Euro im Monat möglich.

Ein weiterer Vorteil: "Ein Fondssparplan ist flexibel, man kann die Höhe der Zahlungen variieren, zeitweilig aussetzen und den Plan zu einem beliebigen Zeitpunkt kündigen", sagt Karsten Rusch.

Wer Geld an der Börse investieren will, benötigt ein Depot und ein Anlagekonto. Eltern können es auf den Namen des Kindes abschließen – dann bleiben Kapitalerträge von bis zu 9.600 Euro im Jahr steuerfrei.

Liegen die monatlichen Einnahmen des Kindes allerdings über 425 Euro (im Falle einer geringfügigen Beschäftigung über 450 Euro), fliegt es aus der kostenlosen gesetzlichen Krankenversicherung.

Eltern und Großeltern sollten zudem bedenken, dass der Sprössling nach dem 18. Geburtstag völlig frei über seine Ersparnisse verfügen kann, wenn er selbst Kontoinhaber ist. Ein Grund mehr, den Nachwuchs zu einem verantwortungsvollen Umgang mit Geld zu erziehen.

Weiter Meldungen:

Sparen 2017: Tops und Flops

Welche Geldanlage lohnt sich noch?

Betongold und Wertpapiere stehen ganz oben in der Gunst der Sparer



Aktuelle News zu Postbank
Aktuelle Banking News
Anzeige