19.05.2017

GBP/CAD: Rückschlagsgefahren dominieren

ActivTrades:  Das Pfund Sterling sprang gestern gegenüber dem Greenback erstmals seit Ende September über die psychologisch wichtige Marke von 1,3000. Ursache dafür waren gute britische Konjunkturdaten, welche dem Cable am Donnerstag Auftrieb verliehen. Doch so kurz vor den Neuwahlen in Großbritannien dürften die Investoren lieber an der Seitenlinie warten und Gewinne realisieren.


So geschehen gestern, als das britische Pfund eine heftige Kursbewegung zum Absturz gebracht hat - innerhalb weniger Sekunden fiel die Währung um mehr als 100 Pips. Der GBP/USD  beendete den Tag schlussendlich unter der wichtigen Marke von 1,3000.



Neue Trading-Möglichkeiten bietet indes der GBP/CAD. So werden heute die Verbraucherpreise und Einzelhandelsumsätze aus Kanada veröffentlicht, welche zu Kursbewegung führen sollten. Volkswirte erwarten positive Konjunkturdaten, welche den GBP/CAD nach dem gestrigen Flash-Crash weiter belasten könnten. Ein robuster Verbraucherpreisindex dürfte den kanadischen Dollar unterstützen, insbesondere gegenüber schwächeren Währungen.

Charttechnisch sollte beim GBP/CAD in den kommenden Tagen tendenziell weiter mit einer Konsolidierung gerechnet werden. Mit dem wiederholten Abprall an dem 61,8% Fibonacci-Retracement vom Juni-Hoch 2016 bei 1,7829 hat das Währungspaar seine Konsolidierung fortgesetzt. Gleichzeitig signalisieren die Wochenindikatoren wie Stochastik und RSI nach wie vor einen überkauften Markt. Die Korrektur sollte das Währungspaar zunächst bis 1,7527 tragen. Auf diesem Niveau verläuft die langfristige, seit Anfang August 2016 ausgebildete Unterstützungslinie.

Innerhalb der Konsolidierungsbewegung ist ein Unterschreiten des besagten Haltebereichs durchaus möglich, was den GBP/CAD bis auf die 38-Tage-Linie bei 1,7319 fallen lassen könnte. Eine merkliche Verschlechterung der charttechnischen Situation tritt indes erst mit dem Fall unter die Glättungslinien in Form der 90- und 200-Tage-Linie bei gut 1,68/1,66 ein.

Technische Gegenbewegungen innerhalb der aktuellen Konsolidierung sind allerdings jederzeit möglich. Es dürfte dem Markt jedoch vor den Neuwahlen in Großbritannien schwer fallen, das Niveau von 1,7800/1,7830 zu überschreiten.

Malte Kaub





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